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Arbeit des Ortsverbandes

Woran wir arbeiten
Bundestagswahl 2021 - Nachlese und Ergebnis
Diese Wahl war in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich!
  • Zunächst der Wahlkampf: Die Möglichkeiten zur persönliche Kontktaufname waren durch die pandemie-bedingten Einschränkungen reduziert. Informations-Veranstaltungen im gemütlichen Rahmen waren nicht möglich. In Groß Grönau gab es noch ein besonderes Problem: Die Unternehmensspitze des Firmenverbundes, zu dem Markant gehört, hatte verfügt, dass Wahlkampfveranstaltungen auf ihren Grundstücken nicht zugelassen werden dürfen. Dies wurde von der Filialleitung so kommuniziert. Da der "Marktplatz" zwischen Aldi und Markant dazu gehört, wären Stände von Parteien in der gewohnten Form nicht möglich gewesen. Unser früherer Bürgermeister, H.-G. Weißkichel hatte seinerzeit beim Verkauf allerdings durch Eintragung einer Grunddienstbarkeit dafür gesorgt, dass der Platz für Aktivitäten der Gemeinde und ihrer Vereinigungen zur Verfügung gestellt werden muss. Das hat gewirkt! So haben sich dann doch am Sonnabend vor der Wahl alle Grönauer Parteien zu einem bunten Wettstreit um Wählerstimmen getroffen.
  • Die atmosphärische Entwicklung: Der Tatsache, dass Angela Merkel plötzlich aber erwartet als Kandidatin ausfiel, wurde von der CDU wohl nicht in geeigneter Weise Rechnung getragen. Analysen, wer wann was falsch oder richtig gemacht hat, gab es in den Medien mit Bezug auf alle Parteien in großer Zahl. Die Wählerinnen und Wähler musste dies verwirren. Während man bei den vorangegangenen Wahlen meistens den Eindruck hatte, dass der Wahlausgang die künftige Regierungspolitik nur geringfügig beeinflussen wird, ließen die Umfrageergebnisse diesmal starke Verschiebungen der politschen Gewichte erwarten. Schlussendlich wagte niemand eine Vorhersage über die Zusammensetzung des neuen Bundestages, wenn man von dem starken zahlenmäßigen Aufwuchs des Parlaments absieht. Vor diesem Hintergrund ist vermutlich vielen Menschen die Bedeutung dieser Wahl klar geworden, was die ungewöhnlich hohe Wahlbeteiligung erklären würde.
  • Die Auszählung: Bei der Bundestagswahl werden gesonderte Briefwahlbüros gebildet, die alle Briefwahlstimmen für einen übergeordneten Wahlbereich zu zählen haben. Für uns war das der Briefwahlbezirk 1. Bei hoher Wahlbeteiligung ist die Vergleichbarkeit mit früheren Ergebnissen in absoluten Zahlen auf Ortsebene erschwert.

Das Ergebnis: Die Ergebnisse kann man auf folgenden Websiten nachlesen: Für Schleswig-Holstein bis auf Wahlkreisebene https://www.bundestagswahl-sh.de/ Für den Kreis Herzogtum Lauenburg findet man die Ergebnisse auf https://wahlen-kreis-rz.de/btw2021/ergebnisse_wahlkreis_10.html. Von dort aus kann man die Ergebnisse bis auf Ortsebene bzw. Wahlbezirksebene einsehen.
Im Folgenden werden die Ergebnisse der FDP für einige interessante Bereiche aufgeführt. Wo es amtliche Angaben zur Wahlbeteiligung gibt, wurden diese ebenfalls aufgeführt:
FDP-Ergebnisse und Wahlbeteiligung nach Gebieten in Prozent
in Klammern: Veränderung zum Ergebnis 2017 in Prozentpunkten
Gebiet
Erststimmen
Zweitstimmen
Wahlbeteiligung
amtlich angegeben
Schleswig-Holstein gesamt
9,5% (+1,8)12,5% (-0,2)78,2%
WK 10 Herzogtum Lauenburg und Stormarn-Süd
10,5% (+2,3)
14,2% (+0,6)
80%
Amt Lauenburgische Seen
10,0% (+2,8)
13,6% (+0,4)
84,9%
Briefwahlbezirk 1
9,9%
13,7%

Groß Grönau gesamt
9,7% (+3,2)
13,3% (+0,6)
61,5%
Groß Sarau
11,1% (1,6)
12,4% (-2,9)
61,1%
Pogeez
10,6% (+3,2)
13,9% (+1,2)
63,0%
Bei Betrachtung der nebenstehenden Tabelle fallen die niedrigen Werte für die Wahlbeteiligung in den Orten Groß Grönau, Groß Sarau und Pogeez auf. Für Groß Grönau ist die Erklärung: Bei Abgabe der Schnellmeldung per Telefon wurde als Bezugsgröße für die Wahlbeteiligung die Zahl der Wahlberechtigten inkl. Wahlscheine angegeben. Richtig wäre die Anzahl der Urnenwähler gewesen. Für Groß Grönau habe ich daraufhin die Werte neu berechnet und dabei die Briefwähler mit berücksichtigt. Dazu habe ich die Stimmen der Wahlscheininhaber in dem Verhältnis auf die Parteien in den einzelnen Stimmbezirken verteilt, das dem Ergebnis im Briefwahlbezirk entspricht. Damit ergibt sich ein einigermaßen verlässliches Bild der Veränderung der Einzelstimmen. Dies ist in den beiden weiß hinterlegten Tabellen dargestellt.
Wie ist das Ergebnis zu bewerten?
  • Bei den Erststimmen hat die FDP überall zugewonnen. Die Wähler haben also weniger "strategisch" gewählt. So nennt man die Verteilung von Erst- und Zweitstimme auf eine große und eine kleine Partei, um eine Koalition zu unterstützen.
  • Der Zweitstimmenanteil ist zwar mit 12,5% in ganz Schleswig-Holstein leicht zurückgegangen (-0,2%), im Wahlkreis 10 Herzogtum Lauenburg usw. gegenüber 2017 noch einmal angestiegen auf 14,2% (+0,6%).
  • In Groß Grönau haben wir mit 247 Stimmen die höchste Anzahl von Erststimmen seit Bestehen des Ortsverbandes erreicht. 339 Zweitstimmen sind das zweitbeste Ergebnis (209: 359).
  • Die Wahlbeteiligung lag im Alten Dorf mit 78,9% über dem Landesdurchschnitt. Im Mittleren Dorf (88,3%) und in St. Hubertus (90,6%) war die Wahlbeteiligung spitzenmäßig! Dass wir von der hohen Wahlbeteiligung nicht proportional profitieren konnten, kann bedeuten, dass wir die FDP-Wählerschaft voll ausgeschöpft haben. Wir müssen also im Dorf noch Überzeugungsarbeit leisten.

Fazit:
Das Ergenbis in Groß Grönau ist sehr gut. Deshalb dankt der Ortsverband allen, die uns unterstützt haben - durch Wahlkampfarbeit oder einfach, indem sie FDP gewählt haben!
Nun wünschen wir den Parteispitzen, die die Koalitionsverhadlungen führen, Geschick und gutes Gelingen!
Hartmut Angenendt


Corona - wie lange wird uns die Pandemie verfolgen?
Hier nun die Ausführungen zum Thema. Wie schon auf der Startseite angekündigt, besteht mein Papier zu diesem Thema aus dem Textteil "Corona-Lockdown eine Endlosschleife" und einem Anhang, der nach Fußnoten geordnet, Quelltexte, Abbildungen und zusätzliche Erläuterungen enthält. Dieses Dokument heißt Annex zu „Corona-Lockdown, eine Endlosschleife“
Zusammen sind das 22 Blatt, also für einen Web-Auftritt ein sehr umfangreiches Papier, aber Goethe schrieb einmal: "Entschuldige den langen Brief, aber für einen kürzeren fehlte mir die Zeit". Möglicherweise regt dieses Papier zum Nachdenken an.

Hartmut Angenendt
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